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Neue Technologien machen es leichter, die ungeliebte Körperkunst verschwinden zu lassen, wenn die Belastung zu groß wird. WELLBEING

Makellose Sommerhaut

Sommer. Die Temperaturen steigen, die Sonne lacht, das Leben fühlt sich leichter an. Zeit, auch kleidungstechnisch Ballast loszuwerden und in die hinterste Schrankecke zu verbannen. Licht und Luft auf der Haut zu spüren tut jetzt gut. Doch nicht jeder greift unbeschwert zu Tops und Shorts: Manchen Oberarm, Rücken oder Unterschenkel ziert ein Tattoo, das dem Träger längst nicht mehr gefällt. Neue Technologien machen es leichter, die ungeliebte Körperkunst verschwinden zu lassen, wenn die Belastung zu groß wird.

"Auch Aknenarben, Pigmentflecken und Falten werden mit dem Laser behandelt.

Häufig werden Nanosekunden-Laser eingesetzt, um die Bilder zu entfernen: Photothermische Schockwellen dringen dabei in die oberste Hautschicht ein, die Farbpigmente nehmen die Energie auf und zerplatzen. Die Partikel werden durch den Körper abtransportiert, mit jeder Behandlung verblasst das Tattoo zusehends. Je nach Größe und Farbe des Kunstwerks kann der Prozess sich über einen langen Zeitraum erstrecken, zumal zwischen den Sitzungen vier bis sechs Wochen Pause empfohlen werden. Sanfter und effektiver ist eine neue Methode, die auf erheblich kürzere Wellen setzt: Der Laser erzeugt Impulse mit der Dauer einer Billionstel-Sekunde. Die photomechanischen Druckwellen zerlegen die Farben in deutlich winzigere Partikel, die leichter vom Körper abgebaut werden können.

Laser eignen sich nicht nur für den Einsatz „am Tattoo“: Auch Aknenarben, Pigmentflecken und Falten werden mit der Methode behandelt. Kritiker weisen darauf hin, dass die Langzeitwirkung der Laserbehandlung noch nicht eingeschätzt werden könne: Es bleibe das Risiko, dass durch das Zersprengen Giftstoffe freigesetzt würden oder der Abtransport der Farbe nicht vollständig stattfinde. Alternative Methoden wie die Dermabrasion, bei der die Haut abgeschliffen wird, oder das chemische Peeling, tragen dagegen ein hohes Risiko der Narbenbildung. Die chirurgische Entfernung eignet sich vor allem für kleine Tattoos. Fazit: Fachliche Beratung und ein Arzt mit Expertise sind entscheidend, wenn für die Haut und den Organismus alles glatt gehen soll.

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Journalist

Ulrike Christoforidis

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